24. September 2017

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Offener Brief an FEI Executive Board

Bernd Paschel mit Chiko © Bernd Paschel
HRH Princess Haya AL HUSSEIN Fédération Equestre Internationale HM King Hussein I Chemin de la Joliette 8 1005 LAUSANNE, SWITZERLAND Sehr geehrte Damen und Herren Zu Ihrer Kenntnisnahme schicken wir Ihnen die Kopie eines „Offenen Briefes“ an das IOC zum „Missbrauch des Pferdes“ mit der Bitte um Weitergabe an die Nationalen Verbände. Wir sind selbst […]

 

HRH Princess Haya AL HUSSEIN
Fédération Equestre Internationale
HM King Hussein I
Chemin de la Joliette 8
1005 LAUSANNE, SWITZERLAND
Sehr geehrte Damen und Herren
Zu Ihrer Kenntnisnahme schicken wir Ihnen die Kopie eines „Offenen Briefes“ an das IOC zum „Missbrauch des Pferdes“ mit der Bitte um Weitergabe an die Nationalen Verbände.
Wir sind selbst Sportpädagogen und/oder Sportreiter.
Aus unserer Sicht als Pädagogen und unseren Erfahrungen in anderen Sportarten stellen wir fest, dass der Reitsport in seiner Entwicklung nahezu im späten Mittelalter stehengeblieben ist.
Das heißt nicht, dass alles falsch war in der Vergangenheit, im Gegenteil, aber viele neue Erkenntnisse aus der Veterinärmedizin, wie auch der Sportwissenschaft und Pädagogik, sind nicht in der Praxis der Reitvereine und Verbände angekommen. Der Tierschutz allein ist überfordert, wenn ein „wild mit dem Schweif schlagendes Pferd“ sein Unwohlsein ausdrückt, das von Kampfrichtern bagatellisiert wird, anstatt den Reiter aus dem Wettkampf zu nehmen zum Schutze des Pferdes, wie andere Sportarten bei groben Fouls
ohne Ansehen der Person verfahren.
Die Pädagogik der zivilisierten Gesellschaft hatte einen langen Weg von der Erziehung mit Gewalt hin zu einem gewaltfreien Konzept, das heute mehrheitlich umgesetzt wird, wo das absolute Gehorsamsprinzip und Prügelstrafe sich gewandelt haben zu einem gegenseitigen respektvollem Umgang zwischen Eltern/Lehrern und Kindern.
Respektvoller Umgang den Pferden gegenüber wird, wenn überhaupt, in die Schublade der
Anfängerschule geschoben. Im Spitzensport, an dem sich Kinder orientieren, gilt Respekt vor dem Lebewesen Pferd nicht mehr viel, sondern das absolute Gehorsamsprinzip.

Wie sollen Kinder das verstehen?

So wird letztlich auch eine hochqualifizierte Gruppe von Horsemen von den Reitverbänden
ferngehalten.
Wenn die FEI dieses Problem wirklich nachhaltig lösen will, müssten nach unserer Meinung von der Ausrüstung über die Regeln bis zur Pädagogik alte Zöpfe auf den Prüfstand gestellt werden. Dazu reicht es nicht, wie das In Deutschland geschieht, die Heeresdienstvorschrift (HDV 12) kritiklos zu übernehmen.
Unsern Kindern zuliebe!
Mit freundlichem Gruß
Bernd Paschel
(Diplomsportlehrer-Dozent i.R.)
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